Zahllose iOS-Apps scheinen heimlich das gesamte Adressbuch von Benutzern auf ihre eigenen Server zu kopieren. Apple verspricht Massnahmen zu treffen um Benutzer zu beschützen.
Ohne zu Fragen und ohne Zustimmung des Benutzer können iPhone-Apps das komplette Adressbuch des Benutzers, inklusiv Telefonnummern und E-mail Adressen, kopieren. Unter Anderen machen das 'Path' und 'Foursquare'. Eine Untersuchung bei anonymen Entwicklern zeigte, dass die Mehrheit der Apps mit einer sozialen Komponente das Adressbuch kopieren. Ohne das zu melden und ohne Zustimmung des Benutzer.
Bei anderen Apps ist es für den Benutzer oft nicht deutlich, dass mit der 'Freunde finden" Funktion das ganze Adressbuch gescannt und kopiert wird. Zo anerkennt Twitter, dass sein Hinweis nicht deutlich genug ist. Wenn Twitterer diese Funktion verwenden, kopiert und speicher Twitter ihr gesamtes Adressbuch für 18 Monate.
Apple kontrolliert nicht
Teil des Problems ist, dass Apple es äußerst einfach gemacht hat, private Daten "zu ernten", mittels des 'Address Book API'. In den AGB für Entwickler steht zwar, dass Apps das nicht ohne Zustimmung verwenden dürfen, kontrolliert wird das jedoch nicht. Trotz dem strengen Auswahl-Procedere im App Store.
Deutliche Zustimmung
Bei anderen Daten ist Apple strenger. Wenn eine App Zugang zu den Geolocation-Daten haben will, erscheint immer ein deutliches Pop-Up das um Erlaubnis fragt.
Und nach einer Woche Funkstille ist das genau das, was Apple auch bei Apps machen wird, die Zugang zum Adressbuch bekommen wollen. Das verspricht der Konzern gegenüber AllThingsD.
